| Wo Bentreff und Heimbach sich drängen Der Mutter Wohra zum Bund, Wo Wellbach und Ripbach sich neigen zum Wohrawiesengrund, Da liegt ein Dörflein am Hange, Am Hange und im Tal Und dieses traute Dörfchen: Wohra, meiner Heimat Wahl. |
Geh´ ich durch deine Fluren Im Sommersonnenbrand, Hier find ich guten Boden, Auch Moor und Niet und Sand. Die üpp´gen Wiesen grünen, Im Bache schnellt der Fisch; Und reiche Ernten reifen Bis hoch zum heil´gen Triesch. |
| Geh´ ich durch Straß´ und Gassen Vorbei an Häusern so traut, Wie bist du schön geworden Seit ich dich letztmals geschaut. Und zieh ich nach der Aue, Auf der Straße schön und neu, So grüßet mich der naue Forsthof und die Molkerei. |
Die Not trieb in die Ferne Früher viel´ Wohr´sche Kinn´ : Amerika, Westfalen, Da zogen viele hin. Und fanden sie auch Reichtum, Vielleicht auch irdisch´ Glück: Im Herzen blieb das Sehnen Nach Wohra stets zurück! |
| Zieh ich durch deine Schluchten Dem stillen Walde zu, Hier find ich den gesuchten Waldfrieden, Waldsruh. Hain, Junkerberg und Perle Laden zum Besuch mich ein. Auch Daspel, Hasenleister Wollen nicht vergessen sein. |
Eh´ ich am Lebensende, Tret´ an den letzten Gang: Laß mich noch rückwärts schauen Mein ganzes Leben lang; Oft hat mich Leid, Schmerz, Kummer Geschüttelt wie ein Rohr, Und dennoch und trotz allem: Es war doch schön in Wohr! |
Steig ich auf deine Höhen Wie schweift der Blick so weit; Dörfer im Talesgrunde Tragen all´ grünes Kleid. Amöneburg so ferne Grüßt Jeust und hohes Lohr. Unten zu meinen Füßen Im Laub versteckt, liegt Wohr. |